Migration

Infos über die Migration

Migration in Bayern

Das Bayerische Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung hat auf der Basis des Zensus 2011 erhoben, dass 2.352.930 Menschen in Bayern einen Migrationshintergrund haben. Das ist fast ein Fünftel der bayerischen Bevölkerung. Die meisten Zuwanderer kamen aus der Türkei, Rumänien und Polen.

Mehr als die Hälfte dieser Personen sind Deutsche mit Migrationshintergrund, 42,4 Prozent hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Fast zwei Drittel der in Bayern lebenden Menschen mit Migrationshintergrund sind selbst nach Deutschland zugewandert und haben somit eigene Migrationserfahrung. Der Anteil der Personen, die durch ihre Geburt in Deutschland keine eigene Migrationserfahrung aufweisen, lag bei 35,4 Prozent.

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Wie ist es bei uns im Landkreis?

Zuwanderung im Landkreis Miesbach

Im Landkreis Miesbach haben sich die Städte, Märkte und Gemeinden im Rahmen eines selbstverpflichtenden Beschlusses dazu verständigt, Asylbewerber entsprechend der sog. "Landkreis-Quote" aufzunehmen. Die Landkreis-Quote orientiert sich an der Einwohnerzahl einer Kommune.

Migrationsberatung der AWO

Die AWO-Migrationsberatung im Landkreis Miesbach/ Bad Tölz-Wolfratshausen unterstützt sowohl junge Migrant*innen im Alter von 12 bis 27 Jahren mit den Angeboten des Jugendmigrationsdienstes als auch erwachsene Flüchtlinge/ Neuzugewanderte ab 27 Jahren mit der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer beim Integrationsprozess.

  • Individuelle Integrationsförderung mit Integrationsförderplanung und sozialpädagogischer Beratung
  • Durchführung von Gruppenangeboten zur Unterstützung des Integrationsprozesses
  • Elternarbeit in den Jugendmigrationsdiensten
  • Netzwerk- und Sozialraumarbeit
  • Initiierung und Begleitung der interkulturellen Öffnung
  • Individuelle Integrationsberatung und -begleitung
  • Mobile Beratung bei Kooperationspartnern
  • Beratung und Begleitung der interkulturellen Öffnung von Diensten und Einrichtungen
  • Niederschwellige Seminarmaßnahmen für Migrantinnen
  • MIA-Kurse (Migrantinnen stark im Alltag) niedrigschwellige Sprachkurse
  • Netzwerkarbeit

Seit 2018 haben wir das Projekt “Lass uns reden, reden bringt Respekt”. Bei diesem Projekt geht es darum, unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren, Position beziehen, argumentieren – das Präventionsprogramm JMD Respekt Coaches macht demokratische Werte für Schüler*innen erlebbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeit, auch soll es dazu beitragen, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen an Schulen zu fördern.

Semra Yazan-Bachmayr
Leitung Migrationsberatung
E-Mail: semra.yazan-bachmayr@awo-muenchen.de 
Telefon: 08026 924-004

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Organisationen

AGABY ist der Zusammenschluss der Beiräte, die von den Migrantinnen und Migranten in den Städten und Kreisen demokratisch gewählt werden. Die Beiräte leisten auf kommunaler Ebene eine wertvolle Arbeit. Sie arbeiten ehrenamtlich und mit sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen, haben jedoch oft gleiche Probleme und Aktivitätenfelder. AGABY ermöglicht eine Koordination sowie einen Erfahrungs- und Informationsaustausch zur Effizienz der Arbeit.

 

Über 100 Frauen mit Migrationsgeschichte aus ganz Bayern haben 2013 das Migrantinnen-Netzwerk Bayern gegründet. Das Netzwerk ist u.a. Projektträger für „Migrantinnen in Bayern – Kompetent auf dem Arbeitsmarkt“. In dem Projekt sollen Frauen mit Migrationshintergrund, insbesondere durch lokale und überregionale bedarfsorientierte Beratungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote zu Fach- und Arbeitsmarktthemen, für den Arbeitsmarkt gestärkt werden.

 

Das „MigraNet“ ist das Landesnetzwerk Bayern von „IQ – Integration durch Qualifizierung“. Es vernetzt seit 2005 relevante Organisationen, Einrichtungen, Institutionen, Unternehmen und Migrant/innen-Organisationen um die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund in Bayern nachhaltig zu verbessern. Wichtige Arbeitsfelder sind z.B. die Anerkennungsberatung für ausländische Zeugnisse und die Weiterentwicklung von interkulturellen Kompetenzen.

Die Migration aus Siebenbürgen nach Bayern hat im Zuge der Aufnahme von deutschen Aussiedlern aus dem Osten Europas etwa ab Mitte der 60er Jahre an Intensität zugenommen. Derzeit leben in Bayern etwa 100.000 Siebenbürger Sachsen. Es gibt eine Kreisgruppe „Bad Tölz – Wolfratshausen“ mit Sitz in Geretsried. Nach dem Vorbild der siebenbürgischen Nachbarschaften gibt es in Geretsried 27 „Zehntschaften“ – weitere auch in Bad Tölz, Bad Heilbrunn und Holzkirchen.

Die lagfa bayern ist der  Zusammenschluss der Freiwilligenagenturen, -zentren und Koordinierungszentren Bürgerschaftlichen Engagements in Bayern. Sie setzt sich mit ihren derzeit 95 Mitgliedseinrichtungen (bayernweit 106 FA/FZ/KoBE) aktiv für die Förderung des freiwilligen Engagements in Bayern ein, engagiert sich für verbesserte Rahmenbedingungen und versteht sich als Ansprechpartnerin für Kommunen und Wirtschaft.  Die in ihr organisierten Freiwilligenagenturen, –zentren und Koordinierungszentren bürgerschaftlichen Engagements haben unterschiedliche öffentliche und freie Träger. Die lagfa bayern arbeitet somit träger- und engagementfeldübergreifend.  Sie beraten und informiereninteressierte Bürger/innen und Organistionen neutral rund um das Thema bürgerschaftliches Engagement